19 Jan

KI-basierte Erkennung und Verortung von Objekten mittels 3D Bilddaten

 Dipl.-Ing. Univ. Dr. techn. Sebastian Böck; Dipl.-Ing. Dr. techn. Matthias Dorfer; Firma EnliteAI

 
Veranstaltungsort
Digital
https://tuwien.zoom.us/j/95133531570
Meeting ID: 951 3353 1570
 
 
 
Inhalt

Mobile Mapping, d.h. die Erfassung raumbezogener Daten durch mobile Aufnahmegeräte, stellt mittlerweile eine weit verbreitete Technik dar, die von immer mehr Firmen sowie Städten und Kommunen angewandt wird um ein digitale Sicht auf die reale Welt zu erhalten. Die Aufnahmegräte sind mit einer Vielzahl unterschiedlicher Sensoren (Foto, GPS, Laserscan, etc.) ausgestattet, deren genaue Kalibrierung und Synchronisierung eine ganzheitliche Betrachtung und Weiterverarbeitung der Daten ermöglicht.

Dabei kommen vermehrt Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) zum Einsatz, welche in den Bilddaten automatisch relevante Objekte segmentieren und klassifizieren. Zusammen mit GPS Daten und Tiefeninformationen können die erkannten Objekte in Weltkoordinaten transformiert und mit gängiger GIS-Software weiterverarbeitet werden. Im Rahmen des Vortrags wird die komplette Verarbeitungspipeline beschrieben, wobei der Hauptfokus auf der automatischen Objekterkennung mittels Machine Learning (ML) liegen wird.

 
Vortagende

Sebastian Böck studierte an der Technischen Universität München Elektrotechnik und promovierte an der Johannes Kepler Universität Linz in Informatik. Seine Forschungsthema war die Eventerkennung in Zeitserien mittels künstlicher Intelligenz. Aktuell leitet er das Perception Team bei der Firma EnliteAI.

Matthias Dorfer ist bei der Firma EnliteAI als Late Co-Founder für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen zuständig. Er studierte Medizinische Informatik mit Schwerpunkt Bildverarbeitung und Mustererkennung an der TU Wien. Vor seinem Doktorart an der Johannes Kepler Universität Linz im Bereich multi-modal Deep Learning war er in der industriellen Computer Vision Forschung tätig.

 

Hinweis: Der Vortrag wird evtl. gefilmt und danach im Internet veröffentlicht.

 
Beginn

19. Januar 2022 - 17 Uhr 00


03 Nov

Verleihung Karl Rinner Preis inklusive Vortrag (Ein raum-zeitliches Deformationsmodell für Laserscanning-Punktwolken )

 Dr.techn. MSc Corinna Harmening; TU Wien, Department für Geodäsie und Geoinformation, Forschungsbereich Ingenieurgeodäsie

 
Veranstaltungsort
Digital
 
Video vom aufgezeichneten Vortrag: Link
 
 
 
Inhalt
Mit dem Einzug des Laserscanners in die Ingenieurgeodäsie steht seit einigen Jahren ein vielversprechendes Messinstrument für die Durchführung von geodätischen Überwachungsmessungen zur Verfügung. Trotz des häufigen Einsatzes von terrestrischen Laserscannern im Rahmen von Überwachungsmessungen stellt die anschließende Auswertung der erfassten Daten, die punktwolken-basierten Deformationsanalyse, immer noch eine Herausforderung dar. 
In diesem Beitrag wird ein raum-zeitliches Deformationsmodell vorgestellt, das eine Reihe von offenen Fragestellungen der punktwolken-basierten Deformationanalyse löst. Die Grundidee des entwickelten Ansatzes ist die Interpretation der Deformation als Realisierung eines raum-zeitlichen stochastischen Prozesses, womit die Modellierung des erfassten Objektes mit Hilfe dreier Anteile möglich wird: Ein deterministischer Trend repräsentiert das nicht-deformierte Objekt, ein stochastisches Signal beschreibt den lokal homogenen stochastischen Deformationsprozess und ein stochastisches Messrauschen berücksichtigt Unsicherheiten, die durch den Messprozess verursacht werden. Durch die stochastische Modellierung der Deformationen ist es nicht notwendig, Punktkorrespondenzen in unterschiedlichen Messepochen zu definieren. Auf Basis des geodätischen Datums, das durch die Trendfläche definiert wird, ist weiterhin die Durchführung von interpretierbaren Punkt-zu-Fläche- und Punkt-zu-Punkt-Vergleichen möglich. 

 

 
Vortagende

- 2008 - 2013: Studium der Geodäsie und Geoinformatik an der Leibniz Universität Hannover (Bachelorabschluss: 2011, Masterabschluss: 2013)

- 2014 - 2020: Projektassistentin bzw. Universitätsassistentin an der TU Wien, Department für Geodäsie und Geoinformation, Forschungsbereich Ingenieurgeodäsie. Während dieser Zeit: Doktoratsstudium (Abschluss 2020, Titel der Arbeit: "Spatio-temporal deformation analysis using enhanced B-spline models of laser scanning point clouds")

- Seit November 2020: Senior Scientist an der TU Wien, Department für Geodäsie und Geoinformation, Forschungsbereich Ingenieurgeodäsie

 

Hinweis: Der Vortrag wird evtl. gefilmt und danach im Internet veröffentlicht.

 
Beginn

3. November 2021 - 17 Uhr 00


01 Dez

Einblicke in aktuelle Projekte der TU Wien - Zwei Forschungsgruppen

 Univ. Prof. Dr. Wouter Dorigo; Univ. Prof. Georg Gartner

 
Veranstaltungsort
Digital
Video vom aufgezeichneten Vortrag: Link
 
 
Inhalt

Vortrag 1:

Projekt: CONFIRM

Titel: Die Schätzung der Waldbrandgefahr in Österreich mittels Satellitendaten, Airborne Laser Scanning, Wettervorhersagen und Machine learning

Inhalt: "Das von der FFG finanzierte Projekt CONFIRM zielt darauf ab, Satellitendaten und Services des europäischen Copernicus-Programms zu nutzen (z. B. Copernicus Global Land Service), um neue hochaufgelöste, satellitengestützte Produkte und präoperationelle Services der Wald- und Flurbrandgefahr für Österreich bereitzustellen. Beobachtungen von Sentinel-1 und Sentinel-2 sowie Laserscanning-Daten der Waldstruktur, hochaufgelöste Wetterprognosen, sozioökonomische und topografische Daten, und die österreichische Waldbranddatenbank werden kombiniert, um ein räumlich hochaufgelöstes und satellitengestütztes Integriertes Waldbrandvorhersagesystem (IFDS) für Österreich zu entwickeln.

Vortragender: Wouter Dorigo ist Professor für Klima- und Umweltfernerkundung (CLIMERS) am Department für Geodäsie und Geoinfomation der TU Wien. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der Erstellung und Analyse langer Zeitreihen von Erdbeobachtungsdaten. Er benutzt diese Daten für die Entwicklung neuer Applikationen, zB zum Monitoring von Dürren, der Waldbrandgefahr, oder der landswirtschaftlichen Wassernutzung.

 

Vortrag 2:

Projekt: EURECA

Titel: Maps+

Inhalt: Im Projekt EURECA werden Karten als (Location-based) Schnittstellen zu kulturellen und emotionalen Daten untersucht. Motivation, Herangehensweise und Erfahrungen werden in diesem Beitrag kurz zusammengefasst.

 
Vortagender

Georg Gartner ist Professor für Kartographie an der TU Wien. Er war Präsident der International Cartographic Association, ist zur Zeit Vize-Präsident der OVG, und Mitglied des United Nations Academic Networks für Global Geospatial Information Management. Sein Interesse gilt der Transformation kartographischer Theorien und Methoden in kontemporäre Technologien.

 

Hinweis: Der Vortrag wird evtl. gefilmt und danach im Internet veröffentlicht.

Beginn

1. Dezember 2021 - 17 Uhr 00