12 Okt

300 Jahre nach der Landesaufnahme des Herzogtums Mailand 1721-1723: Johann Jakob von Marinoni (1676-1755) - Schöpfer des Mailänder Katasters, Kartograph, Mathematiker - sein wissenschaftliches Erbe

 Dr. Michael Hiermanseder - Senior Consultant, Hill Woltron Management Partner GmbH

 
Veranstaltungsort
Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen
Schiffamtsgasse 1-3
1020 Wien
Raum A-802
UND
Digital
 

Inhalt:

Die 300-Jahr-Jubiläen des Mailänder Katasters, des ersten auf Grundlage der Vermessung eines gesamten, zusammenhängenden Landes erstellten Katasters, und der Ingenieur-Akademie in Wien,  der ersten polytechnischen Lehranstalt Mitteleuropas, sind Anlass, sich mit der Persönlichkeit des Begründers dieser Institutionen, des Hofmathematikers Johann Jakob von Marinoni, im Spiegel seiner Schriften auseinanderzusetzen.

Gleichzeitig sollen das Leben und das kartographische Werk von Marinoni beschrieben werden. Die unter den Auspizien des Kaiserhauses aus Österreich erstellten Karten und Pläne, von denen viele noch erhalten sind, stellen nicht nur eine technische Meisterleistung dar, sondern sind auch unschätzbare Kulturgüter von unübertroffener Schönheit.

Bei seinem Tod 1755 hinterläßt Marinoni eine große Sammlung an mathematischer, geographischer, geodätischer, architektonischer, religiöser und sonstiger Fachliteratur sowie handschriftliche Aufzeichnungen und Korrespondenz, deren Schicksal dieser Vortrag nachgehen will. Die Eingaben und eigenhändigen Briefe Marinonis geben einen guten Einblick in sein Denken und das seiner Zeit. Außerdem interessiert auch der Verbleib seiner wissenschaftlichen Instrumente und der damit hergestellten, kunstvollen Landkarten.

Vortragender:

Dr. Michael HIERMANSEDER
Senior Consultant, Hill Woltron Management Partner GmbH;
Managing Director, Leica Geosystems Austria GmbH (ret.);Partner, Rudolf & August Rost (ret.)

Beruflicher Werdegang
2015 Senior Consultant bei Hill Woltron Management Partners
2015 selbständiger Unternehmensberater
2010 Partner bei Consent Betriebsberatung GmbH. Personalberater
2007-2010 Geschäftsführer der österreichischen Konzernvertriebsgesellschaft Leica Geosystems Austria GmbH. Neuaufbau des Standorts
1998 Gründer der Rudolf & August Rost Vertriebsgesellschaft m.b.H. und der Rudolf & August Rost Produktionsgesellschaft m.b.H.; Gesellschafter-Geschäftsführer
1985 Direktor bei Rudolf & August Rost
Vertrieb Leica Geosystems, Finanzen, Personal & Recht, IT
Vertrieb Projektgeschäft Photogrammetrie

Ausbildung
1984 Mag.rer.soc.oec. (Handelswissenschaft WU Wien)
1982 Mag.iur., Dr.iur. (Universität Wien)

 

Hinweis: Der Vortrag wird evtl. gefilmt und danach im Internet veröffentlicht.

Bitte beachten Sie die zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden Corona-Schutzmaßnahmen.

 

Beginn

12. Oktober 2022 - 17 Uhr 00


16 Nov

Forschungsprojekte TU Wien - Ingenieurgeodäsie und Fernerkundung

 Dr. Hans-Berndt Neuner, Dipl.-Ing. Victoria Kostjak (Ingenieurgeodäsie) - Dr. Bernhard Bauer-Marschallinger (Fernerkundung)

 
Veranstaltungsort
Hybrides Setting:
TU Wien "Freihaus"
Wiedner Hauptstraße 8, 1040 Wien, 2.OG
1040 Wien
Raum HS7 (Raumcode DB 02 H04)
UND
Digital
 

Video des gefilmten Vortrages

Inhalt:

Vortrag 1: „Bewertung von Monitoringsystemen für die Unterstützung der Bauwerkssanierung unter rauen Umwelteinflüssen "

Ausgewählte Monitoringsysteme für die Tunnelüberwachung wurden unter kontrollierten Bedingungen an einem rohrförmigen Probekörper getestet. Letzteres wurde durch Hydraulikpumpen belastet, um die Sensitivität der Monitoringsysteme festzustellen. Darüber hinaus wurde die Auswirkung von Feuchtigkeit und Staub auf die Messergebnisse untersucht. Es werden die Messresultate einer Inklinometerkette und eines Profillaserscanners vorgestellt und der Referenzmessung eines Lasertrackers sowie eines Tachymeters gegenübergestellt.

 

Vortrag 2: "Copernicus Global Flood Monitoring (GFM) - Weltweite Flutkartierung mit Sentinel-1 Radarsatelliten"

Das GFM Service wurde 2021 im Rahmen der Copernicus Emergency Services gestartet und stellt Flutkartierungen zu Verfügung - frei zugänglich, weltweit und in Near-Real-Time. GFM erlaubt somit die Erfassung und Analyse von aktuellen Überflutungen aus der Vogelperspektive und hilft bereits jetzt Entscheidungsträgern und Rettungskräften beim Setzen ihren Maßnahmen.

Mehrere Detektions-Algorithmen werden in einem Ensemble Produkt gebündelt um das globale und automatische Service robust und zuverlässig zu machen. Neben Flutkarten liefert GFM verschiedene thematische Layer, etwa zu permanenten und saisonaler Wasserflächen.

All dies wurde mittels Prozessierung des gesamten Sentinel-1 Radar Datenarchives (beginnend 2015) und anschließender statistischer Parameterschätzung erreicht. Gemeinsam mit mehreren europäischen Partner konnte die Fernerkundungsgruppe der TU Wien in enger Kooperation mit dem Projektlead EODC den großen Rechen- und Entwicklungsaufwand stemmen.

 

Vortragende:

Vortrag 1 (Ingenieurgeodäsie):

Univ.Prof. Dr.-Ing. Hans-Berndt Neuner ist Professor für Ingenieurgeodäsie an der TU Wien. Sein Studium hat er an der Technischen Universität für Bauwesen in Bukarest absolviert. Er wurde 2007 an der Universität Hannover zum Dr.-Ing. promoviert. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören das raumkontinuierliche Monitoring, die Zeitreihenanalyse sowie die kinematischen Mess- und Auswertemethoden.

Univ.Ass.in Dipl.-Ing. Victoria Kostjak absolvierte 2022 das Masterstudium Geodäsie und Geoinformation an der TU Wien. Bereits seit dem Sommer 2021 war sie als Studienassistentin im Forschungsbereich Ingenieurgeodäsie tätigt. Seit kurzem ist sie Universitätsassistentin und beschäftigt sich mit der Entwicklung von Methoden für den Einsatz des terrestrischen Laserscannings im geodätischen Monitoring.

 

Vortrag 2 (Fernerkundung):

Bernhard Bauer-Marschallinger, geboren 1986 in Wels, hat im Studium der Geodäsie und Geophysik die Techniken und Vorzüge der Fernerkundung schätzen gelernt, und sein Doktorat 2018 an der TU Wien abgeschlossen. In der Fernerkundungsgruppe am GEO Department der TU Wien forscht er an Synthetic Aperture Radar Prozessketten, an der Referenzierung und Zusammenführung von Satellitendaten, sowie an Algorithmen zur Bestimmung von Bodenfeuchte und Wasserflächen.

 

Hinweis: Der Vortrag wird evtl. gefilmt und danach im Internet veröffentlicht.

Bitte beachten Sie die zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden Corona-Schutzmaßnahmen.

 

Beginn

16. November 2022 - 17 Uhr 00


14 Dez

Lebensraumvernetzung in Österreich – Geodatenbasierte Methoden zur Absicherung der Durchlässigkeit unserer Landschaftsräume und Wiederherstellung des ökologischen Netzwerkes

 DI Roland Grillmayer, Florian Danzinger, MSc (Umweltbundesamt)

 
Veranstaltungsort

Hybrides Setting:
TU Wien "Freihaus"
Wiedner Hauptstraße 8, 1040 Wien, 2.OG
1040 Wien
Raum HS7 (Raumcode DB 02 H04)
Wegbeschreibung
UND
Digital in Zoom:
https://tuwien.zoom.us/j/97408148382
Meeting ID: 974 0814 8382

 

Inhalt:

Der anthropogen bedingte Verlust und die Fragmentierung von Lebensräumen, die am hohen Zerschneidungsgrad der Österreichischen Kulturlandschaften ablesbar sind, beeinträchtigen Wander- und Dispersionsmöglichkeiten von Lebewesen und bewirken die Einbuße von Fitness und genetischer Variabilität von Arten und der Biodiversität in Ökosystemen. Neben der Flora und Fauna wird auch der Mensch durch die Degradation von Ökosystemleistungen negativ beeinflusst. Nationale und internationale Konventionen, Richtlinien und Gesetze fordern daher den Erhalt und die Wiederherstellung des Biotopverbundes mittels Grüner Infrastruktur. Auf europäischer Ebene gibt es eine Reihe von Initiativen zur Grünraumvernetzung und in der Mehrzahl der an Österreich angrenzenden Länder finden sich entsprechende Projekte und Konzepte. In Österreich ist die Umsetzung der Grünraumvernetzung auf Länderebene unterschiedlich weit entwickelt. Per Verordnung abgesichert sind Grünzonen und Grünkorridore in der Steiermark und im Salzburger Pinzgau. Auch in einzelnen anderen Bundesländern liegen Fachgrundlagen zur Grünraumvernetzung vor, die jedoch bislang keine rechtliche Verbindlichkeit haben. Die Vernetzungskonzepte der diversen Bundesländer liegen außerdem nicht immer flächendeckend vor und basieren auf verschiedenen Methoden. Seit dem Jahr 2018 gibt es für die wichtigsten überregional bedeutsamen Lebensraumkorridore einen Vorschlag für ganz Österreich. Diese Ausweisung basiert auf Landnutzungs- und Bodenbedeckungsdaten, die mittels eines GIS Modells erstellt und anschließend von Experten validiert wurde. Zur Etablierung eines Monitorings werden diese Grundlagendaten in regelmäßig aktualisierter Form und in entsprechender Qualität benötigt. Durch die Nutzung von Datenquellen aus innovativen Methoden zur automatisierten Auswertung (z.B. LISA - Land Information System Austria) ergeben sich zudem neue Möglichkeiten. Die Gesamtdarstellung der wichtigsten Lebensraumkorridore Österreichs wurde mittlerweile durch relevante Institutionen akkordiert und wird durch die "Koordinationsplattform Lebensraumvernetzung" auch als Gremium öffentlich vertreten.

Vortragende:

DI Roland Grillmayer studierte Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung an der Universität für Bodenkultur (BOKU), Wien. Nach Forschungs- und Lehrtätigkeiten an der BOKU sowie der Fachhochschule Wiener Neustadt, wo er von 2010 bis 2016 u.a. die Unterabteilung Geoinformatik leitete, ist er seit 2015 am Umweltbundesamt Österreich als Senior Expert für GIS und Fernerkundung tätig. Seit 2002 ist er Mitglied des Österreichischen Normungsgremiums und hat im Komitee ONK84 - Geoinformatik und Vermessung mitgearbeitet. Ab 2020 übernimmt er die Leitung dieses Komitees. Auf internationaler Ebene ist er seit 2002 in verschiedenen Arbeitsgruppen bei der Internationalen Normungsorganisation (ISO) tätig.

Florian Danzinger studierte Biologie sowie Naturschutz und Biodiversitätsmanagement an der Universität Wien und beschäftigte sich als wissenschaftlicher Projektmitarbeiter in der Forschungsgruppe Landschaftsökologie in mehreren nationalen und transnationalen Projekten vor allem mit den Schwerpunkten Geoinformationssysteme (GIS), Stakeholderprozesse, Landschafts- und Restorationsökologie sowie der Analyse der Konnektivität und Funktionalität von Agrarlandschaften. Seit Mai 2022 unterstützt er zudem das Team Fernerkundung am Umweltbundesamt in den Bereichen Lebensraumvernetzung, grüne Infrastruktur und GIS. 

 

Hinweis: Der Vortrag wird evtl. gefilmt und danach im Internet veröffentlicht.

Bitte beachten Sie die zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden Corona-Schutzmaßnahmen.

 

Beginn

14. Dezember 2022 - 17 Uhr 00


18 Jan

Photogrammetrie für die Millionenstadt Wien - Ein Einblick in die Aktivitäten der Stadtvermessung MA41

 DI Marieke Geiger; Stadt Wien - Stadtvermessung (MA41) - Leiterin Fachbereich Photogrammetrie und Airborne Laserscanning

 
Veranstaltungsort
Hybrides Setting:
TU Wien "Freihaus"
Wiedner Hauptstraße 8, 1040 Wien, 2.OG
Raum HS7 (Raumcode DB 02 H04)
Wegbeschreibung
UND
Digital in Zoom:
wird noch bekanntgegeben
UND
Digital in Zoom:
https://tuwien.zoom.us/j/93143442256
Meeting ID: 931 4344 2256
 

Inhalt:

Jährlich wird eine Momentaufnahme des Wiener Stadtgebiets mittels Befliegung und mehreren tausend Luftbildern angefertigt. Somit steht der Stadtverwaltung sowie allen Bürgerinnen und Bürgern ein historisch bedeutsamer Datenschatz zur Verfügung. Zur wichtigsten Anwendung zählt bis heute die Aktualisierung der Stadtkarte. Es erwarten Sie interessante Einblicke in die Bestände der Luftbildsammlung sowie in die Stereoauswertung in der Stadtvermessung im Wandel der Zeit.

Vortragende:

DIin Marieke GEIGER

2007 Abschluss Studium Vermessung und Geoinformation an der TU Wien
Bis 2012 Projektassistentin am damaligen Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung an der TU Wien
2013 - 2017 Mitarbeiterin im Ziviltechnikerbüro Korschineck & Partner
Seit 2017 Mitarbeiterin der MA 41 Stadtvermessung
Seit 2021 Leitung des Fachbereichs Photogrammetrie und Airborne Laserscanning.

Die Aufgaben des Fachbereichs umfassen die photogrammetrische Auswertung des jährlich vergebenen Messbildflugs für die Aktualisierung der Mehrzweckkarte, die Wartung der Luftbildsammlung sowie Serviceleistungen für interne und externe Kund*innen zu den Themen Luftbilder und Airborne Laserscanning.

 

Hinweis: Der Vortrag wird evtl. gefilmt und danach im Internet veröffentlicht.

Bitte beachten Sie die zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden Corona-Schutzmaßnahmen.

 

Beginn

18. Januar 2023 - 17 Uhr 00