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Heft 4/2025
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Einblicke in die Distanzmessgenauigkeit des Leica RTC360 Insights into the distance measurement performance of the Leica RTC360
Kurzfassung
Terrestrische Laserscanner gehören in der Geodäsie seit einigen Jahren zum geodätischen Standardrepertoire und werden auch vermehrt in anderen Branchen wie z.B. der Bauindustrie oder der industriellen Messtechnik eingesetzt. Sie ermöglichen mit vergleichsweise geringem Aufwand die Erfassung und Prüfung komplexer Oberflächen, haben ein großes Potential zur Automatisierung, und eröffnen dadurch neue Anwendungsgebiete, z.B. Scan2BIM. Die Hersteller reagieren mit neuen, immer kleineren und einfacher zu bedienenden Systemen auf diesen Bedarf, wobei die Bedeutung und das Bewusstsein von Messfehlern in den Hintergrund rückt. Dieser Artikel fasst die Ergebnisse von umfangreichen Untersuchungen zur Entfernungsmessung des Leica RTC360 im Messlabor der TU Graz zusammen. Dabei wurden auf Oberflächen unterschiedlicher Reflektivität systematische Effekte von mehreren Millimetern festgestellt. Die Untersuchungen bestätigen zwar weitgehend die absoluten Genauigkeitsangaben des Herstellers, jedoch verleitet die im Datenblatt auch angegebene sehr kleine „Streuung der Einzelmessung” zu übermäßig hohen Erwartungen. Derzeit analysieren wir ähnliche Untersuchungen für den noch kleineren Leica BLK360 G2, und präsentieren hier auch erste Ergebnisse.
Abstract
Terrestrial laser scanners have been part of the standard geodetic repertoire for several years and are also increasingly being used in other industries such as construction and industrial measurement technology. They enable the recording and inspection of complex surfaces with comparatively little effort, have great potential for automation, and thus open up new areas of application, e.g. Scan2BIM. Manufacturers are responding to this demand with new, increasingly smaller and easier-to-use systems, but this often comes at the expense of awareness of measurement errors. This article summarizes the results of extensive investigations of the distance measurement performance of the Leica RTC360 in the measurement laboratory at Graz University of Technology. Systematic effects of several millimeters were observed on surfaces with different reflectivity. Although the investigations largely confirm the manufacturers’ absolute accuracy specifications, the very small ‘single measurement dispersion’ which is stated in the data sheet leads to overly high expectations. We are currently analyzing similar investigations for the smaller and faster Leica BLK360 G2 and show some first results within this paper.
Terrestrische Laserscanner gehören in der Geodäsie seit einigen Jahren zum geodätischen Standardrepertoire und werden auch vermehrt in anderen Branchen wie z.B. der Bauindustrie oder der industriellen Messtechnik eingesetzt. Sie ermöglichen mit vergleichsweise geringem Aufwand die Erfassung und Prüfung komplexer Oberflächen, haben ein großes Potential zur Automatisierung, und eröffnen dadurch neue Anwendungsgebiete, z.B. Scan2BIM. Die Hersteller reagieren mit neuen, immer kleineren und einfacher zu bedienenden Systemen auf diesen Bedarf, wobei die Bedeutung und das Bewusstsein von Messfehlern in den Hintergrund rückt. Dieser Artikel fasst die Ergebnisse von umfangreichen Untersuchungen zur Entfernungsmessung des Leica RTC360 im Messlabor der TU Graz zusammen. Dabei wurden auf Oberflächen unterschiedlicher Reflektivität systematische Effekte von mehreren Millimetern festgestellt. Die Untersuchungen bestätigen zwar weitgehend die absoluten Genauigkeitsangaben des Herstellers, jedoch verleitet die im Datenblatt auch angegebene sehr kleine „Streuung der Einzelmessung” zu übermäßig hohen Erwartungen. Derzeit analysieren wir ähnliche Untersuchungen für den noch kleineren Leica BLK360 G2, und präsentieren hier auch erste Ergebnisse.
Abstract
Terrestrial laser scanners have been part of the standard geodetic repertoire for several years and are also increasingly being used in other industries such as construction and industrial measurement technology. They enable the recording and inspection of complex surfaces with comparatively little effort, have great potential for automation, and thus open up new areas of application, e.g. Scan2BIM. Manufacturers are responding to this demand with new, increasingly smaller and easier-to-use systems, but this often comes at the expense of awareness of measurement errors. This article summarizes the results of extensive investigations of the distance measurement performance of the Leica RTC360 in the measurement laboratory at Graz University of Technology. Systematic effects of several millimeters were observed on surfaces with different reflectivity. Although the investigations largely confirm the manufacturers’ absolute accuracy specifications, the very small ‘single measurement dispersion’ which is stated in the data sheet leads to overly high expectations. We are currently analyzing similar investigations for the smaller and faster Leica BLK360 G2 and show some first results within this paper.
Keywords/Schlüsselwörter
Terrestrisches Laserscanning Distanzmessgenauigkeit Laboruntersuchung Leica RTC360 BLK360G2
Terrestrisches Laserscanning Distanzmessgenauigkeit Laboruntersuchung Leica RTC360 BLK360G2
Zum 350. Geburtstag von Johann Jakob von Marinoni (1676-1755) Habent sua fata libelli: Marinonis Bibliothek, Korrespondenz, wissenschaftliche Instrumente und Landkarten
Kurzfassung
Am 9.Februar 2026 jährt sich der Geburtstag des Hofmathematikers Johann Jakob von Marinoni, des Schöpfers des Mailänder Katasters und des Begründers der Ingenieur-Akademie in Wien, zum 350. Mal. Dieser Beitrag nimmt das Jubiläum zum Anlass, die Persönlichkeit des Urhebers dieser Institutionen im Spiegel seiner Schriften zu beschreiben. Bei seinem Tod 1755 hinterlässt Marinoni eine große Sammlung an mathematischer, geographischer, geodätischer, astronomischer, architektonischer und sonstiger Fachliteratur sowie handschriftliche Aufzeichnungen und Briefe, deren Schicksal dieser Beitrag nachgehen will. Außerdem interessiert auch der Verbleib seiner wissenschaftlichen Instrumente und kunstvollen Landkarten.
Abstract
February 9th, 2026, marks the 350th anniversary of the birth of court mathematician Jacopo de Marinoni, the creator of the Milan Cadastre and the founder of the Engineering Academy in Vienna. This article takes the anniversary as an opportunity to describe the personality of the inventor of these institutions, reflected in his writings. Upon his death in 1755 Marinoni leaves an extensive collection of specialised literature in the fields of mathematics, surveying, astronomy, architecture, etc., as well as manuscripts and letters, the fate of which this article wants to pursue. Furthermore, the whereabouts of his scientific instruments and his exquisite maps are of interest.
Am 9.Februar 2026 jährt sich der Geburtstag des Hofmathematikers Johann Jakob von Marinoni, des Schöpfers des Mailänder Katasters und des Begründers der Ingenieur-Akademie in Wien, zum 350. Mal. Dieser Beitrag nimmt das Jubiläum zum Anlass, die Persönlichkeit des Urhebers dieser Institutionen im Spiegel seiner Schriften zu beschreiben. Bei seinem Tod 1755 hinterlässt Marinoni eine große Sammlung an mathematischer, geographischer, geodätischer, astronomischer, architektonischer und sonstiger Fachliteratur sowie handschriftliche Aufzeichnungen und Briefe, deren Schicksal dieser Beitrag nachgehen will. Außerdem interessiert auch der Verbleib seiner wissenschaftlichen Instrumente und kunstvollen Landkarten.
Abstract
February 9th, 2026, marks the 350th anniversary of the birth of court mathematician Jacopo de Marinoni, the creator of the Milan Cadastre and the founder of the Engineering Academy in Vienna. This article takes the anniversary as an opportunity to describe the personality of the inventor of these institutions, reflected in his writings. Upon his death in 1755 Marinoni leaves an extensive collection of specialised literature in the fields of mathematics, surveying, astronomy, architecture, etc., as well as manuscripts and letters, the fate of which this article wants to pursue. Furthermore, the whereabouts of his scientific instruments and his exquisite maps are of interest.
