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Heft 1/2026
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GeoInformation bei Wiener Netze GmbH
Kurzfassung
Die Wiener Netze sind als größter Kombinetzbetreiber in Österreich ein unverzichtbarer Teil der Region. Die Wiener Netze versorgen Millionen von Menschen sicher mit Strom, Gas, Fernwärme, Fernkälte und Daten. Smarte Innovationen ebnen unseren Weg in die Energiezukunft. Das Netz der Wiener Netze erstreckt sich über 29.500 km Länge. Aneidergereiht reichen die verlegten Rohre und Kabel von Wien nach Sidney und wieder retour. Mit 99,99% Zuverlässigkeit ist dieses Energienetz eines der besten und sichersten auf der ganzen Welt. Dieser Artikel beschreibt die Entwicklung der Netzdokumentation der Wiener Netze – von ihren historischen Wurzeln bis zu modernsten, KI gestützten Analysen. Er zeigt, wie geodätische Verfahren, GIS-Technologie, strukturierte Erfassungsprozesse, automatisierte Qualitätssicherung und datenbasierte Auswertungen den Betrieb, die Planung und die Weiterentwicklung einer kritischen Infrastruktur sowie die Kommunikation mit unseren Kunden maßgeblich unterstützen. Ergänzend wird dargestellt, wie Integration in Unternehmenssysteme, digitale Services für externe Stakeholder und konzernweite Zusammenarbeit eine nachhaltige, zukunftsorientierte Datennutzung ermöglichen.
Abstract
As Austria’s largest integrated network operator, Wiener Netze is an indispensable part of the region. Wiener Netze reliably supplies millions of people with electricity, gas, district heating, district cooling, and data. Smart innovations are paving the way for our energy future. The Wiener Netze network spans over 29,500 km. If laid end to end, the pipes and cables would stretch from Vienna to Sydney and back. With 99.99% reliability, this energy network is one of the best and safest in the world. This article describes the evolution of Wiener Netze’s network documentation—from its historical roots to state-of-the-art, AI-powered analyses. It demonstrates how geodetic methods, GIS technology, structured data collection processes, automated quality assurance, and data-driven analyses significantly support the operation, planning, and further development of critical infrastructure, as well as communication with our customers. Additionally, it illustrates how integration into corporate systems, digital services for external stakeholders, and group-wide collaboration enable sustainable, future-oriented data utilization.
Die Wiener Netze sind als größter Kombinetzbetreiber in Österreich ein unverzichtbarer Teil der Region. Die Wiener Netze versorgen Millionen von Menschen sicher mit Strom, Gas, Fernwärme, Fernkälte und Daten. Smarte Innovationen ebnen unseren Weg in die Energiezukunft. Das Netz der Wiener Netze erstreckt sich über 29.500 km Länge. Aneidergereiht reichen die verlegten Rohre und Kabel von Wien nach Sidney und wieder retour. Mit 99,99% Zuverlässigkeit ist dieses Energienetz eines der besten und sichersten auf der ganzen Welt. Dieser Artikel beschreibt die Entwicklung der Netzdokumentation der Wiener Netze – von ihren historischen Wurzeln bis zu modernsten, KI gestützten Analysen. Er zeigt, wie geodätische Verfahren, GIS-Technologie, strukturierte Erfassungsprozesse, automatisierte Qualitätssicherung und datenbasierte Auswertungen den Betrieb, die Planung und die Weiterentwicklung einer kritischen Infrastruktur sowie die Kommunikation mit unseren Kunden maßgeblich unterstützen. Ergänzend wird dargestellt, wie Integration in Unternehmenssysteme, digitale Services für externe Stakeholder und konzernweite Zusammenarbeit eine nachhaltige, zukunftsorientierte Datennutzung ermöglichen.
Abstract
As Austria’s largest integrated network operator, Wiener Netze is an indispensable part of the region. Wiener Netze reliably supplies millions of people with electricity, gas, district heating, district cooling, and data. Smart innovations are paving the way for our energy future. The Wiener Netze network spans over 29,500 km. If laid end to end, the pipes and cables would stretch from Vienna to Sydney and back. With 99.99% reliability, this energy network is one of the best and safest in the world. This article describes the evolution of Wiener Netze’s network documentation—from its historical roots to state-of-the-art, AI-powered analyses. It demonstrates how geodetic methods, GIS technology, structured data collection processes, automated quality assurance, and data-driven analyses significantly support the operation, planning, and further development of critical infrastructure, as well as communication with our customers. Additionally, it illustrates how integration into corporate systems, digital services for external stakeholders, and group-wide collaboration enable sustainable, future-oriented data utilization.
Keywords/Schlüsselwörter
Geodaten Geoinformation räumliche Analyse Energieversorger Energiewende Prozessmodernisierung Netzdokumentation Datenqualität KI und ML
Geodaten Geoinformation räumliche Analyse Energieversorger Energiewende Prozessmodernisierung Netzdokumentation Datenqualität KI und ML
Urbane Digitale Zwillinge – Eine kritische Betrachtung
Kurzfassung
Der Begriff des Urbanen Digitalen Zwillings nimmt Bezug auf eine technische Methodik aus der Industrie. Digitale Zwillinge greifen eine Betrachtungsweise auf, welche bereits zu Mitte des 20. Jahrhunderts unter dem Begriff der Kybernetik reüssierte. Im urbanen Kontext berührt das Digitale-Zwillings-Konzept, anders als in der Industrie, in erheblichem Maße menschliche, individuelle und soziale Lebenswelten. Dies erfordert eine umfassende Diskussion über damit verbundene ethische Herausforderungen. Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass die Frage der Mensch-Maschine-Beziehung, insbesondere ihre Ausgestaltung in sozialer Hinsicht, keine gänzlich neue Herausforderung darstellt, sondern in eine historische Debatte um verschiedene Gesellschaftskonzeptionen eingebettet ist. Jenseits rein technischer Fragestellungen möchte der Beitrag daher die mit der Übertragung technischer Konzepte in den gesellschaftlichen Kontext einhergehenden Probleme beleuchten.
Abstract
The concept of the urban digital twin refers to a technical methodology used in industry. Digital twins take up an approach that was already successful in the mid-20th century under the term of cybernetics. The digital twin concept in an urban context, unlike in industry, significantly affects human individual and social living environments. This requires a comprehensive discussion of the associated ethical challenges. Examples from the past show that the question of the human-machine relationship, and in particular its social implications, is not an entirely new challenge, but is embedded in a historical debate about different concepts of society. This article beyond purely technical issues therefore aims to shed light on the problems associated with transferring technical concepts into the social context.
Der Begriff des Urbanen Digitalen Zwillings nimmt Bezug auf eine technische Methodik aus der Industrie. Digitale Zwillinge greifen eine Betrachtungsweise auf, welche bereits zu Mitte des 20. Jahrhunderts unter dem Begriff der Kybernetik reüssierte. Im urbanen Kontext berührt das Digitale-Zwillings-Konzept, anders als in der Industrie, in erheblichem Maße menschliche, individuelle und soziale Lebenswelten. Dies erfordert eine umfassende Diskussion über damit verbundene ethische Herausforderungen. Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass die Frage der Mensch-Maschine-Beziehung, insbesondere ihre Ausgestaltung in sozialer Hinsicht, keine gänzlich neue Herausforderung darstellt, sondern in eine historische Debatte um verschiedene Gesellschaftskonzeptionen eingebettet ist. Jenseits rein technischer Fragestellungen möchte der Beitrag daher die mit der Übertragung technischer Konzepte in den gesellschaftlichen Kontext einhergehenden Probleme beleuchten.
Abstract
The concept of the urban digital twin refers to a technical methodology used in industry. Digital twins take up an approach that was already successful in the mid-20th century under the term of cybernetics. The digital twin concept in an urban context, unlike in industry, significantly affects human individual and social living environments. This requires a comprehensive discussion of the associated ethical challenges. Examples from the past show that the question of the human-machine relationship, and in particular its social implications, is not an entirely new challenge, but is embedded in a historical debate about different concepts of society. This article beyond purely technical issues therefore aims to shed light on the problems associated with transferring technical concepts into the social context.
