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GPS-Grundlagennetz zur Erschließung eines bisher zufahrtslosen Alpentales

Renate Lindner

Diplomarbeit

Institut für Landesvermessung und Ingenieurgeodäsie, Abteilung Ingenieurgeodäsie, TU-Wien, 1998, Begutachter: Univ.Doz. Dr. Th. Wunderlich, Betreuer: Dr. R. Weber.

Diese Diplomarbeit umfaßt einerseits die Darstellung von Erschließungsvarianten für das bisher für Anrainer nur mühsam zu erreichende Kaisertal im Tiroler Unterland und andererseits die Schaffung eines Grundlagennetzes für die Durchführung dieser verschiedenen Varianten.
Das Kaisertal ist nur zu Fuß über Treppen - den sogenannten Kaiseraufstieg - zu erreichen. Der Gütertransport erfolgt mit einer Materialseilbahn. Im Tal leben ca. 50 Menschen, der Großteil davon das ganze Jahr über.
Für die Erschließung kommen zwei Tunnelvarianten, ein Brückenbau, Schräg- und Schachtaufzug oder der Ausbau der bestehenden Materialseilbahn in Frage. Welche Variante schlußendlich realisiert wird, stand zum Zeitpunkt des Planungsbeginnes für das Grundlagennetz noch nicht fest. Aus diesem Grund mußte das Netz so angelegt werden, daß es für verschiedene Realisierungen verwendbar ist.
Das Grundlagennetz umfaßt insgesamt 12 Punkte, von denen 5 neu geschaffen wurden. Als Meßmittel wurde GPS verwendet, da durch die Lage der Netzpunkte teilweise keine direkte Sichtverbindung vorhanden ist. Nur die Neupunkte im Kaisertal wurden zusätzlich durch terrestrische Messungen (Richtung, Zenitdistanz, Schrägstrecke) verstärkt. Diese Meßwerte wurden wegen der hohen Genauigkeitsanforderung unter anderem wegen Lotabweichung korrigiert.
Bei der Ausgleichung der Meßdaten erfolgte zuerst ein freier Ausgleich der GPS-Daten. Durch Hinzunahme der terrestrischen Messungen wurde anschließend ein kombinierter freier Ausgleich der gesamten Meßdaten gerechnet. Die Ausgleichungen wurden mit dem Programmsystem PANDA (Programm zur Ausgleichung geodätischer Netze und DeformationsAnalyse) durchgeführt. Die Koordinaten der Netzpunkte liegen im Landeskoordinatensystem vor. Die graphische Darstellung der Netzpunkte erfolgte mit AUTOCAD. Die Genauigkeit der gesamten Netzpunkte liegt unter 3 mm, nur der Punkt S1 weist mit 4 mm die größte Standardabweichung auf.

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