Ein geophysikalisches Modell des südlichen Homer Beckens
Harald Schumann
Diplomarbeit
Institut für Theoretische Geodäsie und Geophysik, Abteilung Geophysik, TU Wien, 1997. Begutachter: Univ.-Doz. Dr. K.H. Roch, Betreuer: Dr. H. Figdor.
Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit der Bestimmung der Mächtigkeiten von sedimentären Überlagerungen im südlichen Homer Becken. Die Untersuchung erfolgt mit Hilfe der Seisrnik und Gravimetrie.
Aus den Meßergebnissen der Übungen zur Angewandten Geophysik der Jahre 1985 bis 1990 werden die geeigneten Daten übernommen, neu ausgewertet und mit notwendigen gravimetrischen Ergänzungsmessungen zu zwei das südliche Homer Becken querenden Profilen ergänzt.
Das Untersuchungsgebiet liegt im Überschiebungsbereich von Moravikum und Moldanubikum. Das Grundgebirge fällt am östlichen Beckenrand steil ab und taucht gegen Westen flacher auf. Die Berechnungen ergeben Tiefenwerte für den kristallinen Untergrund von bis zu 100 Meter bei Nonndorf und 125 Meter bei Kotzendorf. Anhand der Ergebnisse können Informationen über die Mächtigkeit der sedimentären Ablagerungen und den Verlauf des Grundgebirges im Becken entnommen werden.
Weiters lassen die Resultate der Studie auf die ungefähre Lage des Beckenrandbruches schließen.